Implantatberatung


Wann gehöre ich zu einer Risikogruppe und was bedeutet das?

Die wichtigsten Risikogruppen sind: Raucher, Diabetiker, Patienten mit Immunerkrankungen und bestimmten Gefäßerkrankungen. Meist können diese Menschen aber dennoch versorgt werden, wenn sie sich der Risiken bewusst sind und sich darauf einstellen lassen.

Für wen sind Implantate nicht geeignet?

Bei den oben genannten Risikogruppen muss schon im Einzelfall genau überlegt werden, ob das Verhältnis Nutzen-Risiko vertretbar ist. Ein hohes Lebensalter spielt dagegen keine wesentliche Rolle, solange der Gesundheitszustand eine Implantation zulässt.

Schwangerschaft & Implantate: Kann ich mir während einer Schwangerschaft Implantate setzen lassen?

Prinzipiell ja, aber die Implantation benötigt eine Lokalanästhesie, Röntgenbilder und evt. eine Antibiotikagabe. Diese drei Punkte stellen alle für sich schon eine relative Kontraindikation dar.

Was ist, wenn ich während der Einheilzeit schwanger werde – kann die Versorgung mit Zahnersatz trotzdem (Röntgen und Co.) durchgeführt werden?

In den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft sollten weder Röntgenbilder genommen noch lokale Betäubungen gesetzt werden, danach sind diese Behandlungen möglich, sollten aber im Einzelfall abgewogen werden. Die Zahnersatzversorgung kann ohne Betäubung erfolgen.

Ablauf Termin Implantatberatung

Manche Patienten fragen gezielt nach Implantaten und sind in der Regel vorinformiert. In jedem Fall wird aber untersucht, ob eine oder mehrere Implantationen wirklich möglich und sinnvoll sind, auch die entstehenden Kosten werden besprochen.

Wie läuft die Implantatberatung bei Ihnen in der Praxis ab?

Unabdingbar für eine gute Beratung ist die diagnostische Untersuchung der Knochenverhältnisse. Hierzu wird meist ein digitales Röntgenbild angefertigt oder seitens des Patienten mitgebracht. Bei komplexeren Fällen ziehen wir noch ein Computertomogramm hinzu, das in einer radiologischen Praxis erstellt wird. Die Daten werden dann in unserer Praxis ausgewertet und gegebenenfalls auch in eine Implantatschablone umgesetzt, die dann zur punktgenauen Platzierung der Implantate genutzt wird.

Was sind Mini-/ Micro-Implantate?

Wie der Name es schon sagt sind dies besonders kleine, im Durchmesser reduzierte und in der Regel einteilige Implantate. Eingesetzt werden sie bei reduziertem Knochenangebot oder auch kostensparend aus wirtschaftlichen Gründen. Es kommt aber immer auf den Einzelfall an: welche Konstruktion soll auf die Implantate ?, ist der Patient bezahnt oder zahnlos ?, wie sind die ästhetischen Ansprüche? etc.

Was hat das MIMI-Verfahren damit zu tun?

Bei der „MIMI“- Technik, einer minimal-invasiven Methode zur Implantation, versucht man, chirurgisch aufwändige Maßnahmen wie Aufschneiden des Zahnfleisches, Anhebung der Kieferhöhle usw. zu vermeiden und setzt stattdessen möglichst kleine Implantate ein, um das eigentlich unzureichende Knochenangebot auszunutzen und den Eingriff für den Patienten so schonungsvoll wie möglich zu gestalten. Eine langfristige Stabilität dieser Implantate mag aber teilweise als grenzwertig anzusehen sein. Protagoniert wird diese Methode von einzelnen Implantatherstellern, ist aber prinzipiell mit fast allen etablierten Implantatsystemen durchführbar.